Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für cutora.de
Stand: 26.01.2026
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1) Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Thomas Sagorsky Postproduktion (Cutora), Dolgenseestr. 13, 10319 Berlin, Deutschland (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden (nachfolgend „Kunde“).
(2) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
(3) Kunden können Verbraucher oder Unternehmer sein. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können. Unternehmer ist eine natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Vertragsschluss in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
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2) Begriffe und Definitionen
(1) „Textform“ bedeutet z.B. E-Mail oder eine Messenger-Nachricht, in der der Erklärende erkennbar ist.
(2) „Feedbackrunde“ bedeutet: Der Kunde übermittelt gebündeltes Feedback und erklärt ausdrücklich, dass das Feedback vollständig ist (z.B. „Feedback abgeschlossen“). Jede nachträgliche Ergänzung oder neue Anforderung kann eine neue Feedbackrunde bzw. Zusatzleistung darstellen, sofern sie über den vereinbarten Umfang hinausgeht.
(3) „Endergebnisse“ sind die finalen, exportierten Ausspielungen (z.B. Video-Exports) gemäß Angebot.
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3) Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung
(1) Der Anbieter erbringt Postproduktionsleistungen, insbesondere Videoschnitt, Color Grading, Audio-/Sound-Bearbeitung, Motion Graphics/VFX sowie verwandte digitale Dienstleistungen.
(2) Der konkrete Leistungsumfang (z.B. Video-Länge, gewünschte Formate, Anzahl Feedbackrunden, Zeitplan, Add-ons, Preis) ergibt sich aus dem individuell erstellten Angebot und den dort festgehaltenen Vereinbarungen.
(3) Ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg (z.B. Reichweite, Umsatz, Conversion) ist nicht geschuldet.
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4) Vertragsschluss und Projektablauf
(1) Der typische Ablauf ist: a) Erstgespräch (Zoom/Telefon)
b) unverbindliches Angebot
c) Vertragsabschluss durch Bestätigung des Angebots (z.B. Unterschrift oder Bestätigung in Textform)
(2) Ein Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde das Angebot bestätigt und der Anbieter die Annahme bestätigt oder mit der Leistung beginnt.
(3) Nach Angebotsbestätigung ermittelt der Anbieter die voraussichtliche Bearbeitungszeit und teilt diese dem Kunden mit. Mit dieser Mitteilung startet die verbindliche Projektbearbeitung, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde.
(4) Hinweise auf AGB im Kontaktformular dienen der Information und ersetzen nicht die Einbeziehung dieser AGB im Angebot/Vertragsschluss.
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5) Mitwirkungspflichten des Kunden
(1) Der Kunde stellt alle für die Leistung erforderlichen Inhalte rechtzeitig bereit (z.B. Rohmaterial, Logos, Texte, Brand-Guidelines, Musik, Sprecherdateien, Vorgaben, Zugangsdaten, soweit erforderlich).
(2) Der Kunde versichert, über die erforderlichen Rechte an den bereitgestellten Inhalten zu verfügen. Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die aus einer rechtswidrigen Nutzung der vom Kunden bereitgestellten Inhalte entstehen, soweit der Anbieter dies nicht zu vertreten hat.
(3) Verzögert sich die Leistungserbringung aufgrund fehlender oder verspäteter Mitwirkung, verlängern sich vereinbarte Fristen angemessen. Mehraufwand kann gesondert berechnet werden.
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6) Kommunikationswege
(1) Erstgespräch: Zoom/Telefon.
(2) Angebot, Rechnungen und rechtlich relevante Abstimmungen: E-Mail.
(3) Individuelle Kommunikation: WhatsApp Business oder E-Mail (Antwortzeiten können variieren).
(4) Feedback-Kommunikation: ausschließlich über Frame.io, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
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7) Lieferung, Bearbeitungszeiten, Remote-Leistung
(1) Die Bearbeitung erfolgt ausschließlich remote und digital. Die Lieferung erfolgt digital, z.B. über Download-Link, Cloud-Ordner oder Frame.io.
(2) Lieferzeiten sind nur verbindlich, wenn sie im Angebot ausdrücklich als verbindlich bezeichnet sind und der Kunde seine Mitwirkungspflichten erfüllt.
(3) Die Umsetzung von Feedback richtet sich nach dem Abschluss der jeweiligen Feedbackrunde. Die Bearbeitungszeit für Feedback-Umsetzungen beträgt in der Regel 2 bis 5 Werktage, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(4) Teillieferungen sind zulässig, sofern sie dem Kunden zumutbar sind.
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8) Express-Leistungen
Express-Zuschläge können im Angebot, während der Angebotsphase oder während der Bearbeitung flexibel vereinbart werden. Vereinbarte Expressleistungen und Zuschläge werden transparent auf der Abrechnung ausgewiesen.
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9) Feedbackrunden, Änderungen, Zusatzleistungen
(1) Die Anzahl der enthaltenen Feedbackrunden ergibt sich aus dem Angebot.
(2) Leistungen außerhalb des Angebots sind Zusatzleistungen. Dazu zählen insbesondere zusätzliche Feedbackrunden, zusätzliche Formate, Konzeptwechsel, zusätzliche Versionen, deutlich erhöhter Materialumfang oder nachträgliche Änderungswünsche, die über den vereinbarten Umfang hinausgehen.
(3) Zusatzaufwand wird transparent kommuniziert. Zusatzleistungen werden erst nach Freigabe des Kunden in Textform verbindlich beauftragt.
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10) Preise, Kleinunternehmerregelung, Zahlung
(1) Alle Preise sind Endpreise. Es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen (Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG).
(2) Die Vergütung richtet sich nach dem Angebot.
(3) Sofern nicht anders vereinbart, erfolgt die Zahlung nach Projektabschluss gegen Rechnung. Rechnungen sind innerhalb von 7 Kalendertagen ab Rechnungsdatum fällig.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, finale Export-Dateien oder finale Download-Links bis zum Zahlungseingang zurückzuhalten, sofern dies dem Kunden zumutbar ist (z.B. Bereitstellung einer Vorschauversion zur Prüfung/Abnahme).
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11) Abnahme, Prüfung, Mängel
(1) Der Kunde hat die Lieferung innerhalb von 7 Kalendertagen zu prüfen und Mängel in Textform mitzuteilen.
(2) Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Rückmeldung, gilt die Leistung als abgenommen, sofern der Anbieter bei Lieferung auf diese Rechtsfolge hingewiesen hat.
(3) Unwesentliche Abweichungen berechtigen nicht zur Verweigerung der Abnahme.
(4) Ein Mangel liegt insbesondere nicht vor bei Abweichungen, die auf unzureichende oder falsche Kundenangaben, kundenseitig bereitgestelltes fehlerhaftes Material oder nachträgliche technische Plattformanforderungen zurückzuführen sind.
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12) Nutzungsrechte, Herausgabe von Projektdateien
(1) Nach vollständiger Zahlung erhält der Kunde die für den Vertragszweck erforderlichen Nutzungsrechte an den Endergebnissen.
(2) Offene Projektdateien (z.B. Premiere/After Effects/Resolve), Arbeitsdateien, Templates, Roh-Assets oder Zwischenstände sind nur geschuldet, wenn dies ausdrücklich im Angebot vereinbart wurde.
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13) Stock-Material und Drittinhalte
(1) Sofern Stock-Material (z.B. Musik, SFX, Footage, Templates) durch den Anbieter beschafft wird, erfolgt dies nur bei ausdrücklicher Vereinbarung und gegen Aufpreis.
(2) Es gelten die Lizenzbedingungen des jeweiligen Stock-Anbieters. Der Kunde erhält Nutzungsrechte nur im Rahmen der jeweiligen Lizenz.
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14) Datensicherung, Archivierung, Löschung
(1) Der Anbieter sichert Projektdateien und Exporte bis zu 2 Jahre nach Projektabschluss, entweder in einer Cloud (z.B. iCloud) oder lokal auf Datenträgern.
(2) Ein Anspruch auf unbegrenzte Archivierung besteht nicht. Nach Ablauf der Frist kann der Anbieter Daten löschen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.
(3) Trotz sorgfältiger Datensicherung kann ein Datenverlust nicht vollständig ausgeschlossen werden. Die Haftung richtet sich nach Ziffer 18.
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15) Referenzen und Portfolio
(1) Der Anbieter ist berechtigt, nach vollständigem Projektabschluss ausgewählte Endergebnisse (z.B. finale Video-Exports, Standbilder/Thumbnails, kurze Projektbeschreibung) zum Zweck der Eigenwerbung als Referenz/Portfolio auf der Website des Anbieters, in Präsentationen sowie auf beruflichen Social-Media-Profilen zu nutzen, sofern der Kunde dem nicht widerspricht oder entgegenstehende Rechte Dritter bestehen.
(2) Unternehmerkunden (B2B): Der Kunde räumt dem Anbieter hierfür ein einfaches, nicht ausschließliches, räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den Endergebnissen ein, beschränkt auf Zwecke der Eigenwerbung/Referenzdarstellung. Der Kunde kann der Referenzdarstellung (einschließlich der Nennung von Name/Logo) jederzeit in Textform widersprechen; ab Zugang des Widerspruchs wird der Anbieter die Darstellung innerhalb einer angemessenen Frist entfernen oder anonymisieren.
(3) Verbraucher (B2C) und Inhalte mit personenbezogenen Daten: Soweit bei der Referenzdarstellung personenbezogene Daten betroffen sind (insbesondere erkennbare Personen, Namen, Stimmen) oder der Kunde Verbraucher ist, erfolgt eine Veröffentlichung nur auf Grundlage einer gesonderten, ausdrücklichen Einwilligung des Kunden. Eine solche Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
(4) Vertraulichkeit und Sperrvermerke: Kennzeichnet der Kunde Inhalte als vertraulich oder besteht eine Vereinbarung zur Geheimhaltung (z.B. NDA) oder eine Veröffentlichungssperre, ist eine Referenzdarstellung ausgeschlossen bzw. nur nach gesonderter Freigabe zulässig.
(5) Rohmaterial, interne Projektdateien und nicht veröffentlichte Zwischenstände werden nicht als Referenz genutzt, sofern dies nicht ausdrücklich vereinbart wurde.
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16) Kündigung, Projektpause, Projektstopp
(1) Beide Parteien können den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn a) der Kunde Mitwirkungspflichten trotz angemessener Fristsetzung erheblich verletzt,
b) der Kunde in Zahlungsverzug gerät,
c) eine Fortsetzung des Projekts für eine Partei unzumutbar ist.
(2) Bei Kündigung oder berechtigtem Projektstopp werden die bis dahin erbrachten Leistungen abgerechnet. Dies gilt insbesondere für bereits investierte Arbeitsstunden oder vollständig erbrachte Leistungsposten.
(3) Gerät das Projekt durch ausbleibende Rückmeldungen des Kunden ins Stocken, kann der Anbieter das Projekt pausieren. Ein späterer Wiederanlauf erfolgt nach Verfügbarkeit; ein dadurch entstehender Mehraufwand kann berechnet werden.
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17) Widerrufsrecht (nur Verbraucher)
(1) Verbraucher haben grundsätzlich ein Widerrufsrecht von 14 Tagen. Die Widerrufsbelehrung und ein Muster-Widerrufsformular werden dem Verbraucher bei Vertragsschluss in Textform (z.B. per E-Mail) zur Verfügung gestellt.
(2) Verlangt der Verbraucher ausdrücklich, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Dienstleistung beginnt, kann der Verbraucher im Falle eines Widerrufs nach Leistungsbeginn zum Wertersatz für die bis zum Widerruf erbrachte Leistung verpflichtet sein.
(3) Das Widerrufsrecht kann bei Verträgen über Dienstleistungen erlöschen, wenn a) der Anbieter die Dienstleistung vollständig erbracht hat und
b) der Verbraucher ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und
c) der Verbraucher seine Kenntnis bestätigt hat, dass er bei vollständiger Vertragserfüllung sein Widerrufsrecht verlieren kann.
(4) Das ausdrückliche Verlangen bzw. die Zustimmung nach den Absätzen (2) und (3) wird gesondert eingeholt und kann nicht allein durch AGB erklärt werden.
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18) Gewährleistung und Haftung
(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte.
(2) Gegenüber Unternehmern beträgt die Gewährleistungsfrist für Werkleistungen 12 Monate ab Abnahme, soweit gesetzlich zulässig.
(3) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
(4) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten. In diesem Fall ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden begrenzt.
(5) Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
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19) Verbraucherstreitbeilegung
Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
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20) AGB-Änderungen und Schlussbestimmungen
(1) Der Anbieter kann diese AGB für zukünftige Verträge aktualisieren.
(2) Für bereits geschlossene Verträge gilt die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses wirksam einbezogene Fassung.
(3) Es gilt deutsches Recht. Für Verbraucher nur, soweit dadurch keine zwingenden Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen werden.
(4) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Berlin.
(5) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
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